VDMA-Benchmarks Rechnungswesen

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Wie schon 2018 war auch das Geschäftsjahr 2019 überwiegend geprägt von branchenbezogen positiven Finanzparametern.

Hier zeigten sich zwar insbesondere bei Renditen und Cash Flow leichte Rückgänge gegenüber Vorjahr, aber die Gesamtbetriebsrendite -also das Verhältnis von Gesamtleistung zum Gesamtaufwand- sank nur leicht von 103,5 % auf 102,3 %. Die durchschnittliche Anzahl der Zeitarbeitnehmer wurde im Jahr 2019 mit knapp 21 Personen von 23 Personen abgebaut.

Die seit 2018 angestiegene Lagerreichweite (VJ: 26,7 Tage) steht mit 32,3 Tagen für deutlich aufgebaute Läger.

Die Liquidität 1 ist allgemein leicht gesunken und erreichte im Schnitt 17,7 %, wobei traditionell die Serienhersteller hier einen deutlich höheren Wert, diesmal 32,5 % aufwiesen.

Auf etwa 38 % sanken die Eigenkapitalquoten von fast 40 %. Sämtliche Pro-Kopf-Angaben haben sich weder auf der Umsatz- noch auf der Kostenseite nennenswert geändert- allenfalls leicht gestiegene Werte konnten hier verzeichnet werden (206,2 TEUR).  Auch die Lagerzusammensetzung hat sich seit Jahren kaum bewegt. Hier lagen wieder ca. 35 % Rohstoff-, Hilfs- und Betriebsstoffe (RHB), ca. 46 % Unfertige und rund 19 % Fertigerzeugnisse in den Hallen.

Im Working Capital Management gab es jedoch Rückschläge gegenüber den Vorjahren:

Der Anteil der überfälligen Forderungen an den gesamten Forderungen stieg im arithmetischen Mittel von ca. 8 % auf 10,5 % und die Verbindlichkeiten ebenso auf knapp 40 % des Gesamtvermögens.  Allerdings ist die Anzahlungsquote von 8,9 % auf 13,4 % gestiegen.

Mit 36,3 Tagen (DSO) konnte die Branche 2018 zwar im Schnitt den Zahlungseingang um einen Tag beschleunigen, verlor diesen Vorteil aber in 2019, wo nunmehr 37 Tage dominieren.

Der Kreditzugang ist ebenso nach wie vor fast unverändert wenngleich auch hier konjunkturelle Vorboten eintreffen:

 Vor dem Hintergrund der Zinslandschaft nennen nur noch etwa 74 % der Befragten weiterhin unveränderte Bedingungen. Ebenso stieg die Zahl derer, die 2019 schwieriger an Kapital kamen (12 %).

Die F&E-Aufwendungen hingegen stiegen aufgrund der Förderungen auf 3,1 % des Umsatzes.

Erfreulich ist die weiterhin stetige Entwicklung im elektronischen Zahlungsverkehr:

Rund 89 % der Unternehmen akzeptieren elektronisch zugesandte Rechnungen, die hohe Akzeptanz zieht sich unverändert gegenüber 2018 fast gleichförmig durch alle Betriebsgrößen und Fertigungsarten. Zu Vergleich: 2016 betrug dieser Wert noch 77 %.

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