Personalmarketing und soziale Medien

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Maschinenbauer bedienen zunehmend die sozialen Medien zur Rekrutierung und zum Personalmarketing. In diesem Artikel finden Sie einige Highlights verschiedener Diskussionen unter Praktikern.

Personalmarketing

Ein neues Anzeigenkonzept und die Nutzung von Xing brachten bei einigen Unternehmen gute Erfolge. Ein anderes Unternehmen nutzte erfolgreich Facebook und  Bewerbungsfilme auf Youtube. Während Facebook heute in den Unternehmen eher rückläufig ist, wird Youtube verstärkt genutzt. Die Filme zeigen eigene Mitarbeiter und transportieren damit Authentizität.

Unternehmen sollten gerade für jüngere Arbeitnehmer ein Signal setzen, indem es in den sozialen Medien präsent ist. Der Zeitbedarf für die Pflege gerät darüber in den Hintergrund. Auf Veranstaltungen werden vor allem die Arbeitgeberbewertungsportale wie Kununu oder Glassdoor immer heiß diskutiert. Inzwischen geht die herrschende Meinung dazu über, dort aktiv zu sein und auf Bewertungen zu reagieren. Auf schlechte Bewertungen natürlich gelassen und mit dem Angebot des Gesprächs, gegebenenfalls auch selbstkritisch.

Die Rekrutierung im näheren Umfeld des Arbeitgebers hat in der Bedeutung eher noch zugenommen, da man Hochschulabsolventen weniger als früher in die „Provinz" bekommt. Die Facharbeiter wiederum sind weniger motiviert, wegen des Berufs umzuziehen. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hilft gerade in der Region. Gesellschaftliches Engagement, z.B. für Schulen und Kindergärten unterstützt Personalmarketing und Rekrutierung nachhaltig.

Zunehmend werden auch Personalberater nicht nur für Ingenieure eingesetzt. Auch die Zeitarbeit dient als Rekrutierungsinstrument.

Messen verschiedener Art werden vielfach genutzt. Zum Beispiel ist die „Ideen-Expo" in Hannover eine gute Plattform. Die Azubis sind in dem einen oder anderen Unternehmen eingesetzt. Entweder zeigen sie ihre eigenen Erfindungen oder sie repräsentieren das Unternehmen. Dies fördert sie selbst und wirkt positiv auf das Unternehmen zurück. Ein Unternehmen schrieb auf einer Messe einen Wettbewerb aus: es präsentierte eine eigene Konstruktion mit einem eingebauten Fehler, und die Schüler sollten auf der Messe den Fehler finden. Motivation für die Teilnahme war die Verlosung eines iPads.

Auf Ausbildungsmessen wurden mit dem Instrument Speed Dating sowohl positive als auch negative Erfahrungen gesammelt. Positiv war die Erfahrung, wenn es den Charakter einer lockeren Austauschrunde hatte. Negativ empfunden wurde das Instrument, da mit der geforderten Schnelligkeit ungewollt mangelnde Wertschätzung für den ernsthaft interessierten möglichen Bewerber vermittelt wird. Dieser Mangel kann nur durch eine intensive Nachbereitung und Kommunikation nach der Messe ausgeglichen werden.

Natürlich ist die Situation je nach Unternehmensgröße, Kapazitäten und Einstellungsbedarf unterschiedlich. So gibt es keine Pauschalrezepte und ein Marketingmix ist notwendig. Personalleiter wünschen sich so gut wie immer mehr kapazitive Freiräume für die steigenden Herausforderungen der Personalarbeit.